33/42-01

Hochhausbrand

Brand im Hochhaus; S-Rot, Haldenrainstraße

Eine Frau meldete über den Notruf 112, dass in ihrer Wohnung die Waschmaschine brennt. Der Leitstellendisponent erhielt auf Nachfrage die Information, dass die Wohnung im 9. Obergeschoss eines Hochhauses sei. Die Anruferin erhielt Hinweise, wie sie sich verhalten solle, parallel erfolgte die Alarmierung von Feuerwehr und Rettungsdienst.
Den ersten anfahrenden Einsatzkräften zeigte eine Rauchwolke aus dem Hochhaus den Weg.
Die ersten Feuerwehrkräfte trafen bereits fünf Minuten nach der Alarmierung ein, dann im Minutentakt weitere Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst. Drei Löschzüge der Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Zazenhausen führten den Einsatz entsprechend dem Stuttgarter Konzept für die Brandbekämpfung in Hochhäuser durch.
Während mehrere Trupps zu dem Brandgeschoss vordrangen, kamen ihnen immer wieder Personen aus den höhergelegenen Geschossen entgegen. Da die Feuerwehr mit starken Kräften vor Ort war, konnten die Feuerwehr diese Personen dann auch in Sicherheit bringen, ohne die weiteren Einsatzmaßnahmen zu verzögern. Parallel zur Brandbekämpfung suchte die Feuerwehr das insgesamt 14-geschossige Hochhaus oberhalb des Brandgeschosses ab, ob noch Personen in Gefahr sind.
Das Feuer selbst konnte die Feuerwehr schnell löschen. Die Kontrolle der umliegenden und besonders der über der Brandwohnung liegenden Wohnungen auf Kohlenstoffmonoxid nahm dann noch einige Zeit in Anspruch. In mehreren Wohnungen stellten Messtrupps der Feuerwehr erhöhte Kohlenstoffmonoxid-Konzentrationen fest, zum Lüften setzte die Feuerwehr dann insgesamt vier Hochleistungslüfter ein.
Der Rettungsdienst betreute währenddessen die Hausbewohner in einer Sammelstelle neben dem Hochhaus. Nach knapp zwei Stunden konnte die Feuerwehr den Hausbewohnern vom Erdgeschoss bis zum sechsten Obergeschoss wieder in das Haus zurücklassen, bei den höher gelegenen Geschossen war dies rund eine Stunde später möglich.
Besonders bemerkenswert war eine Frau aus dem 4. Obergeschoss: Sie nahm mehrere ältere Hausbewohner aus höher gelegenen Wohnungen mit in ihre Wohnung, damit die dort warten konnten, bis sie dann später auch in ihre Wohnungen zurück konnten. Für die gastfreundliche Frau war das eine Selbstverständlichkeit, wie sie der Feuerwehr sagte, als sich diese bei ihr bedankte.

Personenschaden:

Der Rettungsdienst sichtete 12 Personen, aber glücklicherweise wurde niemand verletzt. Auch eine Katze brachte die Feuerwehr wohlbehalten aus dem Hochhaus und übergab sie ihren Besitzern .

Verkehrsunfall

Schwerer Unfall zwischen Stadtbahn und PKW an Haltestelle Kelterplatz , verm. 2 Personen eingeklemmt

 

Verkehrsunfall 3, LKW umgestürzt

Lage
Der Ladekran eines Lkw war aus ungeklärter Ursache nicht richtig eingefahren. Auf der B10/B27 Friedrichswahl bleibt der Ladekran an der darüber führenden Brücke hängen und stürzte daraufhin um. Auf das Stichwort „Umgestürzter Lkw“ rückten umgehend Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes aus, da die Lage zunächst völlig unklar war.

Maßnahmen
Der Rettungsdienst versorgte den Fahrer des Lkw, der mit einem Schock ins Krankenhaus transportiert wurde.
Da den umgestürzten Lkw nur noch das Brückengeländer hielt, war eine nicht einfache Bergung erforderlich. Ein Kranwageneinsatz war auf der Brücke nicht möglich, der Parkplatz eines Autohauses direkt daneben bot sich spontan an. Dann stellte die Feuerwehr fest, dass dieser Parkplatz über ein riesiges Regenwasserrückhaltebecken gebaut war. Fachleute des Tiefbauamtes mussten hinzugezogen werden, um sichere Aufstellplätze für die beiden eingesetzten Kranwagen der Feuerwehr zu identifizieren. Nachdem ein Abschleppunternehmer den Anhänger des Lkw weggezogen hatte, konnte die Feuerwehr den umgestürzten Lkw dann relativ zügig bergen. Da der umgestürzte Lkw aber direkt unter der Brücke lag, mussten beide Feuerwehrkräne dabei teilweise zentimetergenau arbeiten, zudem war ein sehr präzises Zusammenarbeiten der beiden Kräne der Berufsfeuerwehr mit der Seilwinde des Rüstwagens der Freiwilligen Feuerwehr erforderlich.
Nachdem der umgestürzte Lkw wieder auf seinen Rädern stand, musste das Hydrauliköl aus dem immer noch ausgefahrenen Ladekran abgelassen werden, um den Ladekran abzusenken. Sonst wäre der Lkw beim Abschleppen wieder an der nächsten Brücke hängenblieben.
Nach Ende des Feuerwehreinsatzes sind noch umfangreiche Reinigungsmaßnahmen durch die Straßenmeisterei notwendig, da große Mengen Hydrauliköl ausgetreten sind.

Kräfte Berufsfeuerwehr
Feuerwache 2: Rüstwagen-Umweltschutz Feuerwache 3: Direktionsdienst und Rüstzug Feuerwache 4: Löschzug Feuerwache 5: Feuerwehrkran und Abrollbehälter-Anschlagmittel

Vertreter Regierungspräsidium und Tiefbauamt
Die Feuerwehr zog Fachleute des Regierungspräsidiums hinzu, um die beschädigte Brücke zu begutachten. Aktuell stellten die Fachleute fest, das keine Nutzungsbeschränkungen angebracht sind. Die Brücke wird in den kommenden Wochen aber vorsichtshalber einer Sonderprüfung unterzogen.
Angeforderte Fachleute des Tiefbauamtes unterstützten die Feuerwehr dabei, um die Belastbarkeit des Untergrundes auf dem Firmenparkplatz (zur Abstützung der Feuerwehrkräne zur Bergung des LKW) bestimmen zu können.

Kräfte Freiwillige Feuerwehr
Abteilung Zazenhausen und Mühlhausen

Kräfte Rettungsdienst
1 Rettungswagen