Gold für Zazenhäuser Feuerwehr – Höchste Stufe des Leistungsabzeichens Baden-Württemberg errungen

136Im Rahmen des 125jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Weilimdorf führte der Stadtfeuerwehrverband Stuttgart die Abnahme des Leistungsabzeichens Baden-Württemberg durch.

Zum zweiten Mal in der nun 128jährigen Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr-Abt. Zazenhausen haben zwei Gruppen das goldene Leistungsabzeichen erworben.

Die Basis dazu waren die Abzeichen in Bronze und Silber. Denn nur die Gruppe, die mindestens ein Jahr zuvor Bronze erreicht hat, kann zur Prüfung in Silber antreten und wer Silber erreicht hat, kann im Folgejahr sich um das Abzeichen in Gold bewerben.

Mit jeder Stufe steigt der Schwierigkeitsgrad. Für das Leistungsabzeichen in Gold ist zunächst eine schriftliche Prüfung am frühen Morgen. Die praktischen Fertigkeiten sind anschließend bei einem Löschangriff und einer Hilfeleistungsübung unter Beweis zu stellen.

Dem Löschangriff wird ein Brand in einer in einem Wohnhaus integrierten Garage zugrunde gelegt. Der Brand droht auf das erste Obergeschoss überzugreifen. Dort macht sich eine Person bemerkbar. Die Löschgruppe muss neben der Menschenrettung unter Atemschutz und über eine Leiter den Brand bekämpfen und dabei sowohl das Löschmittel Wasser als auch Schaum einsetzen. Gefordert ist für die Herstellung der Wasserversorgung und die Brandbekämpfung mit dem ersten Rohr eine Zeit von maximal 200 Sekunden. Zuvor muss sich ein aus zwei Personen bestehender Trupp innerhalb von maximal 120 Sekunden mit den Atemschutzgeräten ausrüsten. Die Gesamtzeit der Löschübung darf 8 Minuten nicht überschreiten, dabei ist auf eine absolute exakte Ausführung der einzelnen Tätigkeiten zu achten. Die Gruppe darf sich insgesamt nicht mehr als 20 Fehlerpunkte leisten. Diese Zahl wird umso bedeutsamer, wenn man berücksichtigt, dass allein ein falscher Befehl des Gruppenführers bereits mit 5 Punkten zu Buche schlägt.

Nach erfolgreicher Löschübung steht die Hilfeleistungsübung an, der ein Verkehrsunfallszenario zugrunde liegt. Eine in einem Fahrzeug eingeklemmte Person muss befreit, gerettet und erstversorgt, die Einsatzstelle gesichert und ausgeleuchtet und der Brandschutz des verunfallten Fahrzeuges sichergestellt werden. Dass die übende Gruppe die gängigen Feuerwehrknoten beherrscht wird dadurch überprüft, dass im Anschluss an die Rettung einige Feuerwehrgeräte fachgerecht angebunden werden müssen. Die Gesamtzeit von max. 8 Minuten muss eingehalten werden und es dürfen nicht mehr als 30 Fehlerpunkte erreicht werden.

Vier Monate Vorbereitungszeit haben die Zazenhäuser investiert, um das in vielen Trainingsterminen, zuletzt dreimal wöchentlich, erworbene Können unter Beweis zu stellen. Dass es nicht leicht werden würde, war allen Mitgliedern bereits vor Antritt klar. Die Zuteilung zu den einzelnen Positionen erfolgt durch Los erst kurz vor der Prüfung, so dass jedes Gruppenmitglied sich für jede Position vorbereiten muss.

Insgesamt 11 Zazenhäuser stellten sich den Wertungsrichtern. Da eine Löschgruppe aus neun Personen besteht, mussten einige Mitglieder die Übungen doppelt absolvieren, damit alle Teilnehmer das begehrte Abzeichen erhalten.

Mit einem hervorragenden und disziplinierten Auftreten haben sich die Zazenhäuser in Weilimdorf präsentiert. Sie waren die Einzigen der insgesamt 14 Gruppen, die sich der Prüfung in Gold stellten. Mit sehr guten Zeiten und nur minimalen Fehlerpunkten konnten sie als verdienten Lohn das goldene Leistungsabzeichen in Empfang nehmen.

Doch nicht nur das Abzeichen als äußeres Zeichen der Leistungsfähigkeit ist Sinn und Zweck der Vorbereitung. Alle Absolventen nehmen mit, dass sie sich während der Monate des Trainings sehr intensiv auf die Anforderungen im Einsatzdienst vorbereitet haben und dieses Wissen und Können jederzeit zum Wohle der Allgemeinheit abrufen können.

Wolfgang Kull, Jens Götz, Sascha Offterdinger, Stefan Lennert, Christopher Schaaf, Thomas Schaaf, Markus Lentner, Bernd Schmid, Andre Gawron, Oliver Krebs, Andreas Kull

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